Niederbayern ist in unserem Bestand mit 24 Häusern vertreten, und fast alle liegen in vier Kurorten. Das prägt das Angebot: Hier stehen Heilwasser, Moor und klassische Kuranwendungen im Vordergrund, weniger das alpine Spa mit Panoramasauna.
Was die Behandlungslisten zeigen
Zwölf der 24 Häuser haben eine Behandlungsliste hinterlegt. Am häufigsten stehen dort die Hot-Stone-Massage mit sechs Häusern und die Reflexzonenmassage mit fünf. Die manuelle Lymphdrainage führen drei Häuser, alle in Bad Füssing. Ayurveda, Shiatsu oder TCM kommen dagegen jeweils nur bei einem Haus vor. Wer eine dieser Anwendungen sucht, fragt also besser vorher nach, als sich auf die Region zu verlassen.
Typisch für die Kurorte ist die Bewegung im warmen Wasser. Ein Haus in Bad Birnbach führt ausdrücklich Heilgymnastik im Thermal-Heilwasser; was eine solche Wassergymnastik von einer gewöhnlichen Poolstunde unterscheidet, erklärt das Lexikon. In der Ausstattung fällt auf, dass 23 der 24 Häuser ihr Spa auch Tagesgästen öffnen. Einen Whirlpool haben sieben Häuser, ein Solebecken vier und ein Kneippbecken drei.
Bad Gögging: ein Heilbad seit der Römerzeit
Die älteste Badetradition der Region liegt an der Donau bei Neustadt. Die Schwefelquellen von Bad Gögging wurden nachweislich von den Römern genutzt. Um das Jahr 110 ließ Kaiser Trajan für die Garnison des nahen Kastells Abusina eine Therme bauen, mit Frigidarium, Sudatorium und einem Caldarium für das warme Bad. Reste der Anlage fand man Anfang der 1960er Jahre beim Neubau der Ortskirche; unter der Kirche St. Andreas liegt ein römisches Badebecken von 10,8 auf 7,8 Metern mit Hypokaustheizung (Quelle: Wikipedia, Artikel Bad Gögging).
Nach derselben Quelle ist Bad Gögging der einzige Kurort in Bayern mit drei staatlich anerkannten Naturheilmitteln: Schwefelwasser, Mineral-Thermalwasser und Naturmoor. Das Moor kommt im Spa als Moorpackung an. Und weil der Ort am Rand der Hallertau liegt, des größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiets der Welt, führen zwei Häuser in Bad Gögging Bäder mit Hopfen oder Biersud. Die Kurtradition von Bad Füssing ist dagegen jung: Dort fand man die Thermalquellen erst 1937/38 bei der Suche nach Öl (Quelle: Wikipedia, Artikel Bad Füssing).
Orte in der Nachbarschaft
Wer die Kurorte mit einer anderen Landschaft verbinden möchte, muss nicht weit fahren. Nördlich der Donau beginnt der Bayerische Wald mit Bodenmais, dem Ort mit den meisten Häusern dort, und St. Englmar. Die Häuser dieser Landschaft stellt unser Beitrag Bayerischer Wald: Wellness zwischen Granit und Fichten vor. Bei Bad Griesbach liegt Ortenburg, und jenseits des Inns im oberösterreichischen Innviertel Geinberg mit seiner Therme.
Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten
Im Bäderdreieck verstehen sich manche Häuser eher als Kurhotel denn als Wellnessresort, zwei tragen das Wort sogar im Namen. Das ist kein Mangel, aber ein anderes Versprechen, und es lohnt sich, vorher zu klären, was Sie suchen. Wo die Grenze zwischen Wohlfühlprogramm und Medizin verläuft, beschreibt unser Beitrag Medical Wellness: wo die Grenze zur Medizin verläuft. Die Filter oben auf dieser Seite zeigen, welche Häuser ein Thermalbad oder Medical Wellness in unseren Daten führen.
Quellen