An den Kärntner Seen führen wir 21 Häuser in sieben Orten, fast alle mit vier Sternen, drei mit fünf. Der Name täuscht ein wenig: Knapp die Hälfte, zehn Häuser, liegt nicht an einem See, sondern in Bad Kleinkirchheim auf gut 1.000 Metern in den Nockbergen. Die übrigen verteilen sich auf den Millstätter See mit Millstatt und Döbriach, auf St. Kanzian am Klopeiner See sowie auf Warmbad-Villach, Klagenfurt und Magdalensberg.
Was die Ausstattungslisten zeigen
Offen für Tagesgäste sind fast alle: 19 von 21 Häusern bieten ein Day Spa an. Yoga nennen 13 Häuser, fünf davon mit eigenem Raum dafür. Elf führen einen Ruheraum, zwei ausdrücklich mit Panoramablick. Als Gegenpol zur Sauna haben fünf Häuser eine Eisgrotte hinterlegt, sieben einen Private Spa für die gebuchte Zeit zu zweit.
Bei den Anwendungen fällt eine regionale Besonderheit auf: Drei Häuser in Bad Kleinkirchheim massieren mit Speiköl, benannt nach dem Echten Speik, einer Baldrianart. Sieben Häuser nennen eine Fußreflexzonenmassage, je drei in St. Kanzian und Bad Kleinkirchheim. Eine Lymphdrainage steht bei vier Häusern auf der Liste, eine ayurvedische Ölmassage nach Art der Abhyanga bei drei. Manche Listen führen nur Oberbegriffe wie Massagen oder Körperbehandlungen; wenn Sie eine bestimmte Technik suchen, fragen Sie vor der Buchung nach.
St. Kathrein: eine Kirche über der warmen Quelle
Bad Kleinkirchheim verdankt seinen Namenszusatz einer warmen Quelle, die wohl schon mit der Entstehung des Ortes genutzt wurde; anfangs fing man das Wasser in Holztrögen auf. Der Legende nach heilte hier im 11. Jahrhundert der verwundete Pfalzgraf Poto von Pottenstein und schenkte die Quelle dem Stift Millstatt. Das Kloster ließ 1492 zum Schutz der Quellfassung eine Kapelle darüber bauen und weihte sie der heiligen Katharina, deren Name auf Griechisch „die Reinigende“ bedeutet (Quelle: Wikipedia, Artikel Bad Kleinkirchheim).
Im 17. Jahrhundert wurde eine zweite Quelle gefasst und in ein Badehäusl unterhalb der Kirche geleitet, wo man das Wasser erhitzte und in Wannen füllte. Eine Badeordnung von 1762 beschreibt bereits einen dreiwöchigen Kuraufenthalt. Den offiziellen Titel Thermalbad erhielt der Ort erst 1977, seither heißt er Bad Kleinkirchheim. Die spätgotische Kirche St. Kathrein steht noch, ihre Quellfassung liegt in der Unterkirche, und das heutige Thermalbad darunter trägt ihren Namen.
Orte in der Nachbarschaft
Von Bad Kleinkirchheim führt die Straße über Radenthein hinunter an den Millstätter See. Dort liegen am Westende Seeboden, am Nordufer Millstatt am See und am Ostende Döbriach. Weiter östlich, jenseits von Klagenfurt, liegt St. Kanzian am Klopeiner See; am Wörthersee bietet sich Velden für einen Ausflug an.
Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten
Wer Thermalwasser und Berge sucht, landet in Bad Kleinkirchheim; wer im Sommer im See schwimmen will, sucht am Millstätter oder Klopeiner See. Worin sich ein Becken mit Thermalwasser von einem beheizten Pool mit Aussicht unterscheidet, erklärt unser Beitrag Thermalbad oder Infinity-Pool. Welche Massage für welches Anliegen passt, ordnet Massage buchen: welche Art wofür ein.
Quellen