Vergleich

Wo stehen Deutschlands Wellnesshotels? Die Verteilung

503 der 1.404 Wellnesshotels in unserem Bestand liegen in Deutschland, und mehr als die Hälfte davon in Bayern (188) und Baden-Württemberg (76). Die meisten Häuser stehen im Schwarzwald, im Allgäu und im Bayerischen Wald. Am dichtesten besetzt ist Schleswig-Holstein. Bremen hat kein Haus im Bestand, der Osten ist dünn vertreten. Stichtag: 24. September 2026.

von Michael Würz, Geschäftsführer & Digital Strategist24. September 20268 Min. Lesezeit
Felder und Wiesen in Deutschland aus der Luft

Auf einen Blick

  • 503 der 1.404 geöffneten Häuser im Bestand liegen in Deutschland (Stichtag 24.09.2026)
  • Bayern (188) und Baden-Württemberg (76) stellen zusammen 52,5 Prozent
  • Schwarzwald (59), Allgäu (53) und Bayerischer Wald (48) sind die stärksten Regionen
  • Schleswig-Holstein hat mit 2,72 Häusern je 1.000 km² eine höhere Dichte als Bayern (2,67)
  • An der Küste führen 24,1 Prozent der Häuser fünf Sterne, im Mittelgebirge 11,9 Prozent
  • Bremen hat kein Haus im Bestand, Sachsen die geringste Dichte (0,27)
  • Keine Preise und keine Verfügbarkeit: Diese Angaben liegen nicht vor

Von den 1.404 geöffneten Häusern im Bestand von wellnesshotel.guide liegen 503 in Deutschland, und die Wellnesshotels Deutschlands verteilen sich alles andere als gleichmäßig. Mehr als die Hälfte steht in Bayern und Baden-Württemberg, fünf Regionen tragen zusammen 42 Prozent, und Bremen kommt in unserem Bestand gar nicht vor. Diese Auswertung zählt nach, wo die Häuser liegen: nach Bundesland, nach Region und nach Landschaft.

Wir können das zählen, weil wir jedes Haus mit Ort, Region, Bundesland und Koordinaten in einer Datenbank führen, statt nur eine Trefferliste auszuspielen. Eine interaktive Karte hat die Seite bereits: Auf der Übersicht der Bundesländer schalten Sie oben von „Liste“ auf „Karte“ und sehen jedes Land mit seiner Zahl an Häusern. Auf jeder Regionsseite, etwa im Schwarzwald, gibt es denselben Umschalter für die einzelnen Häuser. Dieser Beitrag liefert die Zahlen dazu, als Tabellen in Listenform. Weitere Auswertungen stehen im Magazin.

Methodik

Grundgesamtheit sind alle Häuser, die am Stichtag 24. September 2026 in unserem Bestand als geöffnet geführt werden und eine eigene, öffentlich indexierte Detailseite haben: 1.404 Häuser in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien. Häuser mit Schließvermerk und Häuser ohne öffentliche Seite, zusammen 104, zählen nicht mit. Deutschland ist in diesem Beitrag die Teilmenge der 503 Häuser, deren Bundesland in Deutschland liegt.

Ausgewertet haben wir fünf Felder je Haus: Bundesland, Region, Ort, Koordinaten und Sterne, dazu den öffentlichen .guide Score und die Zimmerzahl. Die Flächen der Bundesländer stammen aus dem Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamts, Gebietsstand 31. Dezember 2024. Daraus ergibt sich die Dichte als Häuser je 1.000 Quadratkilometer. Die Einteilung nach Landschaft (Küste, Alpen und Alpenvorland, Mittelgebirge) haben wir redaktionell über unsere Regionsnamen vorgenommen, nicht über Geländedaten: Das Allgäu zählt als Ganzes zu den Alpen, Ostfriesland als Ganzes zur Küste.

Die Lücken nennen wir offen. Bei 7 der 503 Häuser fehlt die Sternezahl, bei 77 die Zimmerzahl. 16 Häuser im Gesamtbestand haben noch kein Bundesland und fehlen deshalb in jeder Länderzählung. Einzelne Regionszuordnungen sind unscharf, weil Regionen bei uns Reisegebiete sind und keine Verwaltungsgrenzen. Wie der .guide Score entsteht, beschreibt unsere Methodikseite.

Das Ergebnis

Bayern führt mit 188 Häusern, das sind 37,4 Prozent aller deutschen Häuser im Bestand. Die Verteilung nach Bundesländern zeigt die folgende Liste: je Land die Zahl der Häuser, den Anteil an Deutschland, die Dichte je 1.000 Quadratkilometer und die Zahl der Häuser mit fünf Sternen.

  1. Bayern: 188 Häuser · 37,4 Prozent · 2,67 je 1.000 km² · 21 mit fünf Sternen
  2. Baden-Württemberg: 76 · 15,1 Prozent · 2,13 · 11
  3. Schleswig-Holstein: 43 · 8,5 Prozent · 2,72 · 14
  4. Niedersachsen: 42 · 8,3 Prozent · 0,88 · 9
  5. Mecklenburg-Vorpommern: 33 · 6,6 Prozent · 1,42 · 4
  6. Rheinland-Pfalz: 30 · 6,0 Prozent · 1,51 · 2
  7. Nordrhein-Westfalen: 27 · 5,4 Prozent · 0,79 · 2
  8. Hessen: 16 · 3,2 Prozent · 0,76 · 2
  9. Brandenburg: 13 · 2,6 Prozent · 0,44 · 1
  10. Thüringen: 10 · 2,0 Prozent · 0,62 · 0
  11. Berlin: 6 · 1,2 Prozent · 6,73 · 3
  12. Sachsen-Anhalt: 6 · 1,2 Prozent · 0,29 · 1
  13. Sachsen: 5 · 1,0 Prozent · 0,27 · 2
  14. Saarland: 5 · 1,0 Prozent · 1,94 · 0
  15. Hamburg: 3 · 0,6 Prozent · 3,97 · 3
  16. Bremen: kein Haus im Bestand

Über ganz Deutschland gerechnet kommen 1,41 Häuser auf 1.000 Quadratkilometer. Die 503 Häuser verteilen sich auf 71 Regionen und 347 Orte. Die fünfzehn Regionen mit den meisten Häusern:

  1. Schwarzwald, Baden-Württemberg: 59
  2. Allgäu, Bayern: 53
  3. Bayerischer Wald, Bayern: 48
  4. Ostsee, Schleswig-Holstein: 28
  5. Niederbayern: 23
  6. Sauerland, Nordrhein-Westfalen: 17
  7. Oberbayern: 17
  8. Rügen, Mecklenburg-Vorpommern: 14
  9. Usedom, Mecklenburg-Vorpommern: 14
  10. Franken, Bayern: 13
  11. Nordseeküste, Niedersachsen: 13
  12. Lüneburger Heide, Niedersachsen: 11
  13. Harz, Niedersachsen: 10
  14. Zugspitz Region, Bayern: 8
  15. Mosel, Rheinland-Pfalz: 7

Nach Landschaft gezählt liegen 185 Häuser (36,8 Prozent) in einem Mittelgebirge, 91 (18,1 Prozent) in den Alpen und im Alpenvorland und 83 (16,5 Prozent) an der Küste. Die übrigen 144 (28,6 Prozent) verteilen sich auf Flachland, Flusstäler, Seengebiete und Städte.

Was auffällt

Der Süden trägt mehr als die Hälfte

Bayern und Baden-Württemberg stellen zusammen 264 der 503 Häuser, also 52,5 Prozent. Die Koordinaten bestätigen das Bild: 271 Häuser, 53,9 Prozent, liegen südlich des 50. Breitengrads, der ungefähr auf Höhe von Frankfurt am Main verläuft. Nördlich des 53. Breitengrads, grob ab Bremen und Hamburg, liegen 105 Häuser oder 20,9 Prozent. Die Mitte des Landes ist dünn besetzt.

Schleswig-Holstein ist dichter besetzt als Bayern

Schleswig-Holstein hat mit 2,72 Häusern je 1.000 Quadratkilometer eine höhere Dichte als Bayern mit 2,67, obwohl Bayern viermal so viele Häuser hat. Nimmt man die Stadtstaaten heraus, deren kleine Fläche die Zahl verzerrt, ist Schleswig-Holstein das dichteste Flächenland. Niedersachsen liegt trotz 42 Häusern bei 0,88, weil die Häuser dort vor allem an der Küste, im Harz und in der Lüneburger Heide stehen und das große Binnenland dazwischen fast leer bleibt.

An der Küste ist der Anteil an Fünf-Sterne-Häusern am höchsten

24,1 Prozent der Küstenhäuser führen fünf Sterne, 20 von 83. In den Alpen und im Alpenvorland sind es 15,4 Prozent, im Mittelgebirge 11,9 Prozent, im deutschen Durchschnitt 14,9 Prozent. Schleswig-Holstein allein hat 14 Häuser mit fünf Sternen, mehr als Baden-Württemberg mit seinen fast doppelt so vielen Häusern. Die Zählung sagt, wie die Häuser klassifiziert sind, nicht wie gut sie sind. Was die Sterne bedeuten, erklärt unser Beitrag zu den Hotelsternen.

Fünf Regionen tragen 42 Prozent

Schwarzwald, Allgäu, Bayerischer Wald, Ostsee und Niederbayern stellen zusammen 211 Häuser, 41,9 Prozent des deutschen Bestands. Der Schwarzwald allein kommt auf 59 Häuser, mehr als jedes Bundesland außer Bayern und Baden-Württemberg. Eine Auswahl von dort finden Sie in den 15 schönsten Wellnesshotels im Schwarzwald. In Niederbayern ist bei 17 von 23 Häusern das Merkmal Thermalwasser gesetzt; was ein Thermalbad von einem gewöhnlichen Becken unterscheidet, steht im Lexikon.

Der Osten ist dünn besetzt, mit einer Ausnahme

Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern kommen zusammen auf 67 Häuser, 0,62 je 1.000 Quadratkilometer. 28 davon liegen allein auf Rügen und Usedom. Sachsen hat 5 Häuser im Bestand, bei einer Dichte von 0,27 der niedrigste Wert aller Länder. Das ist eine Aussage über unseren Bestand, nicht über das Angebot vor Ort: Häuser, die wir noch nicht aufgenommen haben, fehlen auch in dieser Zählung.

Was die Daten nicht hergeben

Preise liegen in unseren Daten nicht vor, deshalb enthält diese Auswertung keine Aussage darüber, wo Wellness in Deutschland günstig oder teuer ist. Ebenso wenig wissen wir, wann ein Haus frei ist, welche Angebote oder Pauschalen es gerade hat und wie voll es in der Saison wird.

Die Dichte bezieht sich auf die Fläche, nicht auf Übernachtungen oder Einwohner. Eine hohe Zahl heißt, dass viele Häuser auf wenig Raum stehen, nicht dass die Region mehr Gäste hat. Auch einen Trend zeigt der Beitrag nicht: Er zählt einen einzigen Stichtag. Und der .guide Score trennt die Länder kaum: Der Median liegt in jedem der 15 Länder bei 81, die Spanne im deutschen Bestand reicht von 80 bis 87. Wer ein Haus nach Qualität sucht, sollte deshalb die Ausstattung vergleichen und nicht das Bundesland.

Beispiele aus dem Bestand

Je Bundesland nennen wir das Haus mit dem höchsten .guide Score, bei Gleichstand das mit mehr Sternen. Die Auswahl zeigt die Streuung, sie ist keine Bestenliste.

Die vollständigen Listen stehen auf den Seiten der Bundesländer und Regionen, dort auch als Karte. Die Übersicht aller Gebiete finden Sie unter Regionen, die Einstiegsseite für das ganze Land unter Wellnesshotels in Deutschland. Wer lieber an der Küste sucht, liest weiter im Beitrag über Ostsee-Wellness und im Lexikon, was hinter Thalasso steckt.

Quellen

Häufig gestellte Fragen

  • Wir haben alle geöffneten Häuser mit öffentlicher Detailseite aus unserem Bestand nach Bundesland, Region, Landschaft, Koordinaten und Sternen gezählt. Die Dichte je 1.000 Quadratkilometer beruht auf den Flächen des Statistischen Bundesamts, Gebietsstand 31. Dezember 2024.

  • Der Gesamtbestand umfasst 1.404 geöffnete Häuser in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien. 503 davon liegen in Deutschland, sie sind die Grundlage dieses Beitrags.

  • Stichtag ist der 24. September 2026. Häuser, die danach aufgenommen oder geschlossen werden, verändern die Zahlen.

  • Sie zeigen keine Preise, keine Verfügbarkeit und keine Angebote, weil diese Angaben in unseren Daten nicht vorliegen. Sie zeigen auch keinen Trend, nur einen Stichtag, und sie zählen nur Häuser, die in unserem Bestand stehen.