In der Zugspitz Region führen wir neun Häuser in vier Orten: fünf in Garmisch-Partenkirchen, zwei in Krün, je eines in Grainau und Wallgau. Sechs haben vier Sterne, zwei fünf. Die Region ist klein genug, um sie Haus für Haus zu überblicken, und die Spa-Bereiche unterscheiden sich stärker, als die geringe Zahl vermuten lässt.
Was die Ausstattungslisten zeigen
Sieben der neun Häuser nennen einen Ruheraum und einen Fitnessraum, das ist hier Standard. Aussagekräftiger ist, was seltener vorkommt: Fünf Häuser haben einen Private Spa hinterlegt, also einen Bereich, den Sie für eine gebuchte Zeit allein oder zu zweit nutzen, darunter beide Häuser in Krün und das Haus in Wallgau. Ebenfalls fünf bieten Yoga an, drei davon mit eigenem Yogaraum. Einen Whirlpool nennen drei Häuser, ein Tauchbecken zum Abkühlen nach der Sauna zwei.
Bei den Anwendungen ist die Spanne breit. Ein Haus in Garmisch-Partenkirchen führt mehrere Varianten eines Hamam auf seiner Liste, das Haus in Grainau eine Hot-Stone-Massage mit erwärmten Steinen. In Wallgau steht eine Klangwanne auf dem Programm, in Krün unter anderem eine Deep-Tissue-Massage. Sechs der neun Häuser öffnen ihren Spa auch als Day Spa für Tagesgäste. Weil einige Behandlungslisten nur Oberbegriffe wie Massage oder Kosmetik führen, fragen Sie vor der Buchung nach, wenn Sie eine bestimmte Technik suchen.
Das Kainzenbad: eine Schwefelquelle in Partenkirchen
Die Badekultur im Werdenfelser Land ist älter als die Hotelspas. Im heutigen Gemeindeteil Kainzenbad, rund zweieinhalb Kilometer südöstlich des Bahnhofs Garmisch-Partenkirchen, entsprang eine schwefelhaltige Quelle, die mindestens seit dem letzten Viertel des 16. Jahrhunderts als Bad genutzt wurde. 1776 ließ der Augsburger Handelsmann Johann Georg Pannholzer das erste Badehaus errichten; Mineralmoor vom Grund des Weihers ergänzte die Kurmittel. Um 1848 konnten Gäste dort ein Jodschwefel- oder Eisenbad, ein Salz- oder Schlammbad oder ein kaltes Teichbad nehmen, und samstags, im Sommer auch mittwochs, fuhr ein Stellwagen aus München heraus. Im Volksmund hieß die Quelle das „Bad der bleichen Jungfern“ (Quelle: Wikipedia, Artikel Kainzenbad).
Die Empfehlungen jener Zeit waren großzügig: 1869 riet ein Münchner Professor zur Quelle gegen Gicht, Rheuma, Hautkrankheiten und Nervenleiden zugleich. Belege im heutigen Sinn gab es dafür nicht. Spätestens seit 1928 wird das Bad als Freibad betrieben. Das Wasser erneuert der Gebirgsbach Kanker, im Sommer hat es meist 18 bis 22 Grad.
Orte in der Nachbarschaft
Das Kainzenbad liegt in Garmisch-Partenkirchen, wo die meisten Häuser der Region stehen. Westlich davon, am Fuß der Zugspitze, schließt Grainau an. Im oberen Isartal liegen Krün und Wallgau, flussaufwärts an der Grenze zu Tirol Mittenwald. Über den Ettaler Sattel erreichen Sie Oberammergau im Ammertal.
Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten
Einen Private Spa finden Sie in drei der vier Orte, nur in Grainau nicht. Wer vor allem Yoga und Ruhe sucht, schaut nach Krün: Beide Häuser dort nennen Yoga und Private Spa, keines öffnet seinen Spa für Tagesgäste. Wie sich ein Aufenthalt im Hotel von einem reinen Tagesbesuch unterscheidet, erklärt unser Beitrag Day Spa oder Wellnesshotel. Wer eine Suite mit eigenem Spa-Bereich sucht, findet in Private Spa: zehn Häuser mit Suite für zwei Anhaltspunkte für die Auswahl.
Quellen