Klangschalenmassage

Auf einen Blick
- Die Klangmassage mit Schalen auf dem Körper entwickelte Peter Hess nach eigenen Angaben 1984
- In unserem Bestand dauert eine Behandlung 40 bis 75 Minuten
- Eine systematische Übersicht (2020) fand nur vier Studien und empfiehlt Klangschalen-Anwendungen deshalb noch nicht
- Eine verbindliche Liste von Gegenanzeigen gibt es nicht; Anbieter nennen häufig Epilepsie, Herzschrittmacher und Psychosen
- Fünf von 513 geprüften Häusern führen die Anwendung, in fünf verschiedenen Regionen
Klangschalen stammen aus dem Himalaya-Raum. Die Klangschalenmassage als Anwendung mit Schalen auf dem Körper entwickelte Peter Hess nach eigenen Angaben 1984, sein Institut bildet bis heute Anwenderinnen und Anwender aus. In Hotels heißt sie auch Klangmassage oder Klangschalenbehandlung.
Was dabei passiert
Sie liegen bekleidet auf einer Liege oder Matte, die behandelnde Person stellt eine oder mehrere Klangschalen auf Rücken, Bauch oder Füße oder neben den Körper. Mit einem Filzschlägel schlägt sie die Schalen sanft an. Eine Klangschale erzeugt einen Grundton mit zahlreichen Obertönen, der lange nachklingt; die Schwingung überträgt sich auf den Körper und ist als feines Vibrieren spürbar. Nach und nach wandern die Schalen an andere Stellen, zum Schluss folgt eine kurze Ruhephase. In unserem Bestand dauert eine Behandlung 40 bis 75 Minuten.
Der Begriff Nada, Sanskrit für Klang, taucht in Klangangeboten oft auf. Joachim-Ernst Berendts Buch „Nada Brahma. Die Welt ist Klang“ von 1983 trägt ihn im Titel.
Wirkung
Die Forschung zur Klangschalenmassage ist dünn. Eine systematische Übersicht von Stanhope und Weinstein (Complementary Therapies in Medicine, 2020) fand nur vier Studien zu Klangschalen, zwei davon mit schwachem Design, und kommt zu dem Schluss, Klangschalen-Anwendungen derzeit nicht empfehlen zu können.
Einzelne Studien geben Hinweise auf Entspannung: In einer randomisierten Studie mit 51 Teilnehmenden sanken Blutdruck und Puls etwas stärker, wenn vor einer Entspannungsübung zwölf Minuten eine Klangschale erklang, als nach Stille (Landry, American Journal of Health Promotion 2014). Eine Beobachtungsstudie mit 62 Teilnehmenden fand nach einer Klangmeditation weniger Anspannung und gedrückte Stimmung, allerdings ohne Kontrollgruppe und mit Gongs und Glocken statt Schalen auf dem Körper (Goldsby und Kollegen, 2017). Die oft versprochene Tiefenentspannung ist damit plausibel, aber nicht belegt.
Für wen es nicht geeignet ist
Eine verbindliche Liste von Gegenanzeigen gibt es nicht. Das Peter Hess Institut schreibt allgemein, bestimmte Beschwerden könnten gegen die Arbeit mit Klang sprechen. Anbieter nennen häufig Epilepsie, einen Herzschrittmacher, Psychosen und die frühe Schwangerschaft; Studien dazu gibt es nicht.
Trifft einer dieser Punkte auf Sie zu, sagen Sie es vor der Behandlung. Bei Beschwerden klären Sie die Anwendung vorher ärztlich. Eine Klangschalenmassage ersetzt keine Therapie.
Verwandte Begriffe
- Massage: der Oberbegriff für Anwendungen mit Druck und Berührung, die die Klangschalenmassage nur im Namen teilt.
- Meditation: Übung der Aufmerksamkeit, für die Klang oft als Anker dient.
- Yoga: Körperübungen, die manche Häuser mit Klang ausklingen lassen.
Häuser mit diesem Angebot
Unter 513 geprüften Häusern aus 13 Regionen führen fünf eine Klangschalenmassage auf ihrer Behandlungsliste, jedes in einer anderen Region (Stand 23.09.2026).
- Wellness Hotel Zum Bräu, Kollnburg (Bayerischer Wald): vier Sterne, 50 Zimmer, nur für Erwachsene; die Klangschalen-Behandlung dauert 40 Minuten. Unser Beitrag über den Bayerischen Wald stellt das Haus vor.
- Breakfast Hotel Traubenheim, Dorf Tirol (Meraner Land): vier Sterne, Klangmassage mit 50 oder 75 Minuten; Schloss Tirol liegt 2,1 km entfernt.
- Hotel Elisabeth, Fügen (Zillertal): vier Sterne und 34 Zimmer, Klangschalenmassage auf der Behandlungsliste. Zur Spieljochbahn sind es 200 Meter.
- Hotel Meerlust, Zingst (Ostsee): vier Sterne und 57 Zimmer, mit Klangschalenbehandlung; die Seebrücke Zingst ist 400 Meter entfernt.
- Wunsch Hotel Mürz, Bad Füssing (Niederbayern): vier Sterne, 47 Zimmer, nur für Erwachsene, mit Klangschalenmassage.
Wer die Behandlung ausführt und ob sie nach einer bestimmten Methode arbeitet, erfragen Sie am besten direkt im Haus.
Regionen
Häufig ist die Anwendung in keiner Region, sie verteilt sich auf je ein Haus. Im Bayerischen Wald steht sie auf der Liste des Wellness Hotels Zum Bräu, an der Ostsee auf der des Hotels Meerlust in Zingst.
Häufig gestellte Fragen
Eine Entspannungsanwendung, bei der Metallschalen auf den bekleideten Körper gestellt und sanft angeschlagen werden. Sie hören den Klang und spüren die Schwingung.
Sie liegen bekleidet, die behandelnde Person stellt Klangschalen auf oder neben den Körper und schlägt sie mit einem Filzschlägel an. Zum Schluss folgt eine Ruhephase.
In den Häusern unseres Bestands, die eine Dauer angeben, 40 bis 75 Minuten.
Eine verbindliche Liste gibt es nicht. Anbieter nennen häufig Epilepsie, einen Herzschrittmacher, Psychosen und die frühe Schwangerschaft. Sagen Sie so etwas vor der Behandlung.
In einigen Wellnesshotels als Einzelbehandlung. Unter diesem Eintrag nennen wir fünf Häuser, etwa im Bayerischen Wald, an der Ostsee und im Meraner Land.
Häuser mit diesem Angebot
- .guide84

Wellness Hotel Zum Bräu
Bayern 
AQUA DOME - Tirol Therme Längenfeld
Tirol.guide Score 82 ·

SPA RESORT STYRIA
Steiermark.guide Score 82 ·

engel gourmet&spa
Trentino-Südtirol.guide Score 82 ·
SUpstalsboom Wyk auf Föhr
Schleswig-Holstein.guide Score 81 ·
Regionen mit den meisten Häusern mit diesem Angebot: Eisacktal (2), Ötztal (1).
Verwandte Begriffe
Quellen
- Peter Hess Institut: Die Geschichte des PHI
- Peter Hess Institut: Psychopathologie
- Stanhope J., Weinstein P.: The human health effects of singing bowls, a systematic review, Complementary Therapies in Medicine 2020
- Landry J. M.: Physiological and psychological effects of a Himalayan singing bowl in meditation practice, American Journal of Health Promotion 2014
- Goldsby T. L. et al.: Effects of Singing Bowl Sound Meditation on Mood, Tension, and Well-being, Journal of Evidence-Based Complementary & Alternative Medicine 2017