Massage

von Michael Würz, Geschäftsführer & Digital Strategist27. September 20264 Min. Lesezeit
Massage

Auf einen Blick

  • Eine Massage bearbeitet Haut, Bindegewebe und Muskulatur; die klassische Massage kennt fünf Grundgriffe.
  • In unseren Häusern dauert eine Ganzkörpermassage meist 50 Minuten, eine Teilkörpermassage meist 25.
  • Eine einzelne Massage senkt laut einer Metaanalyse Anspannung, Puls und Blutdruck, nicht aber das Stresshormon Cortisol.
  • Bei Rückenschmerzen hilft Massage kurzfristig; Cochrane bewertet die Studienlage als schwach.
  • Bei Fieber, akuten Entzündungen, Verletzungen, Hauterkrankungen und Thromboseverdacht wird nicht massiert.
  • 1.080 von 1.404 Häusern führen mindestens eine Massage auf ihrer Behandlungsliste (Stand 24.09.2026).

Eine Massage ist eine Behandlung, bei der Haut, Bindegewebe und Muskulatur mit den Händen oder einem Gerät durch Streichen, Kneten, Reiben, Klopfen oder Vibrieren bearbeitet werden. Das Wort kommt aus dem Französischen. Die klassische Massage, im Englischen schwedische Massage genannt, ist laut der US-Gesundheitsbehörde NCCIH die im Westen verbreitetste Form und Grundlage der meisten Ausbildungen.

Was dabei passiert

Eine klassische Massage beginnt meist mit einer kurzen Frage nach Beschwerden, Verletzungen und dem gewünschten Druck. Sie liegen auf einer Liege, unbedeckt ist nur die Körperstelle, die gerade behandelt wird. Die Masseurin oder der Masseur verteilt Massageöl mit Streichungen, knetet dann die Muskulatur, reibt, klopft und lockert mit Vibrationen; diese fünf Grundgriffe beschreibt schon die ältere Fachliteratur. Zum Schluss folgen wieder ruhige Streichungen.

In unserem Bestand stehen 4.028 Massagen auf den Behandlungslisten, 1.321 davon mit Dauer. Am häufigsten sind 50 Minuten (461-mal) und 25 Minuten (274-mal). Eine Ganzkörpermassage dauert im Median 50 Minuten, eine Teilkörpermassage für Rücken oder Nacken meist 25 (Stand 24.09.2026).

Wirkung

Die am besten belegte Wirkung einer Massage ist Entspannung auf kurze Sicht. Eine Metaanalyse von 37 randomisierten Studien fand, dass schon eine einzelne Massage Anspannung, Blutdruck und Herzfrequenz senkt, das Stresshormon Cortisol dagegen nicht (Moyer und Kollegen, Psychological Bulletin 2004). Eine Serie von Massagen verringerte Ängstlichkeit und depressive Stimmung am deutlichsten.

Bei Kreuzschmerzen fand die Cochrane-Übersicht mit 25 Studien und 3.096 Teilnehmenden kurzfristig weniger Schmerz, die Qualität der Belege sei aber niedrig bis sehr niedrig (Furlan und Kollegen, 2015). Bei Nacken- und Schulterschmerzen hilft Massage laut NCCIH besser als keine Behandlung, aber nicht besser als andere aktive Therapien, und nur für kurze Zeit. Dass Massage entgiftet oder den Stoffwechsel ankurbelt, haben wir in keiner Studie gefunden.

Für wen es nicht geeignet ist

Bei Fieber, akuten Entzündungen, frischen Verletzungen und ansteckenden Hauterkrankungen wird nicht massiert; bei Krampfadern gilt Druck auf Arme und Beine als ungeeignet, weil sich Blutgerinnsel lösen können. Das NCCIH nennt ernste Folgen als selten, etwa Blutgerinnsel, Nervenverletzungen oder Knochenbrüche, eher bei kräftigen Techniken und bei älteren Menschen. Ein Fallbericht beschreibt eine Lungenembolie nach einer Beinmassage bei einer unerkannten Beinvenenthrombose in der Schwangerschaft (Sutham und Kollegen, 2020).

Sagen Sie vor der Massage, ob Sie schwanger sind, Blutverdünner nehmen, eine Thrombose hatten oder frisch operiert sind. Eine Massage ersetzt keine ärztliche Abklärung von Schmerzen.

Verwandte Begriffe

Mit Wärme arbeitet die Hot-Stone-Massage, sehr sanft die Lymphdrainage. Bekleidet bleiben Sie bei Shiatsu und Thai-Massage. Welche Art zu welchem Anlass passt, vergleicht der Beitrag Massage buchen: welche Art wofür.

Häuser mit diesem Angebot

Massage ist die häufigste Anwendung in unserem Bestand: 1.080 von 1.404 Häusern führen mindestens eine auf der Behandlungsliste. Hot Stone, Aromaöl und die klassische Massage stehen jeweils bei rund 180 Häusern, Schwangerschaftsmassagen bei 34. Fünf Häuser mit besonders langer Massageliste:

  • Sport & Spa Hotel Strass in Mayrhofen: vier Sterne, 81 .guide Score, 50 Zimmer; 21 Massagen, darunter Lymphdrainage, Hot Stone und eine Synchronmassage mit vier Händen.
  • Hotel Heiden im Appenzellerland: vier Sterne Superior, 81 .guide Score, 58 Zimmer; klassische Massage, Shiatsu, Lomi Lomi und Schwangerschaftsmassage.
  • Alm- & Wellnesshotel Alpenhof in Schönau am Königssee: vier Sterne, 81 .guide Score, 51 Zimmer; 19 Massagen, darunter Kräuterstempel und zwei Massagen für Schwangere.
  • Grandhotel Bad Pyrmont: fünf Sterne, 80 .guide Score; 20 Massagen, viele davon ayurvedisch wie Abhyanga, dazu Sportmassage mit Taping.
  • Naturhotel Alpenrose in Millstatt am See: vier Sterne, 81 .guide Score, 35 Zimmer; klassische Ganzkörpermassage, Lymphdrainage und eine Massage für Kinder und Teenager.

Regionen

Im Bayerischen Wald führen 45 von 48 Häusern eine Massage, im Allgäu 47 von 53. In beiden Regionen fehlt die Massage nur bei wenigen Häusern.

Häufig gestellte Fragen

  • Eine Behandlung, bei der Haut, Bindegewebe und Muskulatur mit Streichen, Kneten, Reiben, Klopfen oder Vibrieren bearbeitet werden, meist mit den Händen und mit Öl.

  • Nach einer kurzen Frage nach Beschwerden und Druck liegen Sie auf der Liege, abgedeckt bis auf die behandelte Stelle. Die Massage beginnt und endet mit ruhigen Streichungen.

  • In unseren Häusern dauert eine Ganzkörpermassage meist 50 Minuten, eine Teilkörpermassage für Rücken oder Nacken meist 25 Minuten.

  • Nicht bei Fieber, akuten Entzündungen, frischen Verletzungen, ansteckenden Hauterkrankungen oder Verdacht auf Thrombose. Schwangerschaft, Blutverdünner und frische Operationen sagen Sie vorher an.

  • In 1.080 der 1.404 Häuser unseres Bestands, etwa im Sport & Spa Hotel Strass in Mayrhofen oder im Hotel Heiden im Appenzellerland. Die Behandlungsliste steht jeweils auf der Hotelseite.

Häuser mit diesem Angebot

Regionen mit den meisten Häusern mit diesem Angebot: Schwarzwald (53), Allgäu (48).

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Quellen