Sauna

von Michael Würz, Geschäftsführer & Digital Strategist24. September 20264 Min. Lesezeit
Sauna

Auf einen Blick

  • Ein Saunagang dauert laut Deutschem Sauna-Bund acht bis 15 Minuten, drei Gänge gelten als optimal.
  • Nach jedem Gang folgen Abkühlen und eine Ruhephase, die mindestens so lange dauert wie der Gang (AOK).
  • Die Studien zu Herz, Blutdruck und Atemwegen stammen fast alle aus einer finnischen Kohorte: Zusammenhänge, keine Beweise.
  • Bei Infekten, Fieber, akuter Herzschwäche, Brustschmerzen und schweren Herzerkrankungen rät die AOK ab.
  • Einsteiger beginnen mit 45 bis 60 Grad und drei bis fünf Minuten.
  • In Allgäu, Schwarzwald und Bayerischem Wald hat die Hälfte der Häuser mit erfassten Saunen vier oder mehr Kabinen (Stand 23.09.2026).

Eine Sauna ist ein beheizter, meist holzverkleideter Raum für Schwitzbäder, in dem Sie trockener Hitze ausgesetzt sind und sich danach mit Luft und kaltem Wasser abkühlen. Im Wellnesshotel stehen meist mehrere Kabinen mit unterschiedlicher Temperatur nebeneinander.

Was dabei passiert

Ein Saunabesuch folgt einem festen Wechsel aus Hitze, Abkühlen und Ruhe. Der Deutsche Sauna-Bund empfiehlt, mindestens zwei Stunden einzuplanen. Ein Saunagang dauert acht bis 15 Minuten. Danach kühlen Sie sich zuerst an der frischen Luft ab, dann mit kaltem Wasser, vor dem Tauchbecken kurz abgeduscht. Die Ruhephase dauert laut AOK mindestens so lange wie der Gang. Drei Gänge sind nach Angaben des Verbands optimal, weitere bringen keine zusätzliche Wirkung.

Wie heiß es wird, hängt von der Kabine ab. Die AOK empfiehlt Einsteigern zunächst 45 bis 60 Grad bei höherer Luftfeuchte und nur drei bis fünf Minuten; die klassische finnische Sauna mit 90 bis 100 Grad kommt danach.

Wirkung

Fast alle Studien zur Wirkung regelmäßigen Saunierens stammen aus einer einzigen finnischen Kohorte in Kuopio, und sie zeigen Zusammenhänge, keine Beweise. Unter 2.315 Männern starben von denen, die einmal pro Woche saunierten, 22,3 Prozent an Herz-Kreislauf-Ursachen, bei zwei bis drei Besuchen 16,4 Prozent und bei vier bis sieben 12,0 Prozent (JAMA Internal Medicine, 2015). Eine Vergleichsgruppe ganz ohne Sauna gab es nicht, und die häufigste Gruppe umfasste nur 201 Männer. Eine Auswertung mit 1.688 Männern und Frauen fand denselben Verlauf ohne Schwelle (BMC Medicine, 2018). Die Autoren selbst nennen die Evidenz überwiegend beobachtend (Mayo Clinic Proceedings, 2018).

Zur Erkältung gibt es eine kleine kontrollierte Studie: 25 Saunagänger hatten über sechs Monate weniger Erkältungen als 25 Kontrollpersonen, Dauer und Schwere blieben gleich (Annals of Medicine, 1990). Dass Sauna das Immunsystem stärkt, sagen AOK und Sauna-Bund, eine Studie nennen beide nicht. Wer ein Kilo leichter aus der Sauna kommt, hat Wasser verloren und trinkt es wieder nach. Die ausführliche Einordnung lesen Sie in Sauna bei Erkältung: was die Studien sagen und in Wie oft sollte man in die Sauna?.

Für wen es nicht geeignet ist

Bei akuten Infekten, Fieber, akuter Herzschwäche, Brustschmerzen oder schweren Herzerkrankungen rät die AOK vom Saunabesuch ab. Eine Erkältung schwitzen Sie also nicht aus; Sie beginnen wieder, wenn Sie gesund sind.

  • Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Diabetes: Nach Auskunft der AOK zwischen zwei Gängen mindestens 30 Minuten ruhen und vorher ärztlich abklären.
  • Hoher Blutdruck: Der Deutsche Sauna-Bund rät, das Kaltwasser-Tauchbecken zu meiden.
  • Schwangerschaft: den Besuch vorher mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt absprechen.

Verwandte Begriffe

Die heißeste Form ist die finnische Sauna, die mildere mit mehr Luftfeuchte die Biosauna. Das Dampfbad arbeitet mit gesättigtem Dampf statt trockener Hitze, und der Saunaaufguss ist das Ritual, das die Hitze kurz verstärkt.

Häuser mit diesem Angebot

Alle fünf Häuser haben ihre Saunen im Bestand einzeln erfasst, mit Typ und meist mit Temperatur (Abruf 23. und 24.09.2026).

  • 5-Sterne Wellness- & Sporthotel Jagdhof in Röhrnbach im Bayerischen Wald: fünf Sterne, 82 .guide Score, elf Kabinen von der Infrarotkabine mit 50 Grad bis zur Kelosauna mit 90 Grad.
  • Wellness-Privathotel Post an der Therme in Badenweiler im Schwarzwald: vier Sterne, 81 .guide Score, sieben Kabinen, darunter eine Bio-Duft-Softsauna mit 55 Grad und eine Heuraffel-Außensauna mit 70 Grad.
  • Hotel Plunhof in Ridnaun: vier Sterne Superior, 82 .guide Score, mit Knappen- und Stollensauna bei je 80 Grad und einem Bio-Ofenkammerl mit 60 Grad.
  • Naturhotel Leitlhof in Innichen im Pustertal: vier Sterne Superior, 81 .guide Score, fünf Kabinen, darunter eine finnische Sauna mit 90 Grad und eine Zirbensauna.
  • Top Hotel Hochgurgl im Ötztal: fünf Sterne, 81 .guide Score, mit finnischer Sauna, Außensauna, Bio- und Kräutersauna sowie einem Sole-Dampfbad.

Regionen

Viele Häuser mit Sauna finden Sie im Schwarzwald und im Allgäu. Zusammen mit dem Bayerischen Wald haben dort 117 von 167 Häusern ihre Saunen einzeln erfasst, die Hälfte davon hat vier oder mehr Kabinen. Von 274 Kabinen mit Temperaturangabe liegen 145 bei 60 Grad oder darunter und 59 bei 90 Grad oder darüber (Stand 23.09.2026).

Häufig gestellte Fragen

  • Ein beheizter, meist holzverkleideter Raum für Schwitzbäder. Auf die trockene Hitze folgen Abkühlen mit Luft und kaltem Wasser und eine Ruhephase.

  • Sie schwitzen acht bis 15 Minuten, kühlen sich an der frischen Luft und mit kaltem Wasser ab und ruhen mindestens so lange, wie der Gang gedauert hat. Drei Gänge gelten laut Deutschem Sauna-Bund als optimal.

  • Der Deutsche Sauna-Bund empfiehlt, mindestens zwei Stunden einzuplanen. Einsteiger bleiben laut AOK anfangs nur drei bis fünf Minuten in einer milden Kabine mit 45 bis 60 Grad.

  • Bei akuten Infekten, Fieber, akuter Herzschwäche, Brustschmerzen oder schweren Herzerkrankungen rät die AOK ab. Bei Bluthochdruck, Diabetes, anderen chronischen Erkrankungen und in der Schwangerschaft klären Sie den Besuch vorher ärztlich.

  • Fast jedes Wellnesshotel hat eine Sauna. Viele Kabinen mit unterschiedlicher Temperatur haben etwa der Jagdhof in Röhrnbach mit elf und die Post an der Therme in Badenweiler mit sieben.

Häuser mit diesem Angebot

Regionen mit den meisten Häusern mit diesem Angebot: Schwarzwald (44), Allgäu (41).

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Quellen